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Malediven

Strahlender Glanz, verborgenes Unrecht
Die Malediven auf dem indischen Ozean

Eintausend Inseln formen den Inselstaat, der jährlich unzählige Urlauber zu allen Jahreszeiten anzieht und sie in die Tiefen der immerwarmen, türkisfarbenen Wasser des indischen Ozeans lockt. Surfen auf den kräftigen Wellen, Segeln zwischen den dicht beieinander liegenden Inseln, Schnorcheln und Tauchen in einer fremdartigen Welt zwischen bizarr geformten Korallenriffen, Seesternen, armlangen Fischen in schimmernden Farben, nachtaktiven Muränen und Haien oder Genießen und Sonnenbaden an den mit unzähligen Palmen bestückten Sandstränden – die Malediven sind ein Urlaubsziel sowohl für Abenteuerlustige, als auch für Genießer.

Ein Großteil der Einheimischen drängt sich auf der Insel Malé dicht aneinander. Auf ihr liegt die belebte Hauptstadt der Malediven, die den gleichen Namen trägt wie die Insel, auf der sie steht.
Allein die Bilder jenes Ortes können den Urlauber von sich einnehmen und begibt er sich erst hinein in jenes Urlaubsparadies, wird er sich kaum noch auf etwas anderes besinnen können, als sein eigenes Vergnügen. Gerade dieses aber ist die größte Gefahr dieses Ortes – er verzaubert durch seine Pracht und verschleiert somit den Blick auf ein leider manches Mal zu bedauerndes Leben der Einheimischen, die den Gesetzen des Landes unterlegen sind.

Die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt, Amnesty International beklagt, dass Gefangenen Folter angetan wird und Nicht-Muslime sind dem Land ein Dorn im Auge und ihnen wird die Staatsbürgerschaft aberkannt. Gerade Letzteres wirkt sich auch auf die Urlauber aus: Will ein gläubiger Christ seine Bibel mit an den Strand nehmen, so ist das mehr als ungern gesehen und kann rechtliche Konsequenzen haben. Die Gefängnisse liegen dabei weit weg vom Auge des Urlaubers – aber das Unrecht existiert und fordert einen wachsamen Blick. Insofern ist ein Urlaub auf der Trauminsel Malediven ein zweischneidiges Schwert.